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Urbacher Erdrutsch: Bisher in Baden-Württemberg "fast einmaliges Ereignis''
von DIRK HERRMANN (Stuttgarter Nachrichten)
Urbach, Rems-Murr-Kreis - 10.04.2001
Das Gelände am Zwerenberg in Freibadnähe, das nach dem spektakulären Erdrutsch vom Samstag eine Attraktion für Schaulustige geworden ist, muss für mindestens ein Jahr ruhen. Darauf haben sich jetzt der Experte des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, Eugen Wallrauch, und Urbachs Bürgermeister Johannes Fuchs verständigt. Der Schultes mag ansonsten auch zwei Tage nach dem Abrutschen von insgesamt 70000 Kubikmetern Erdmassen samt Geschirrhütten und Streuobstbäumen kaum daran denken, was an einem lauen Frühlingsabend alles hätte passieren können: "Wir sind gottfroh, dass sich dieses Naturereignis erst in den Abendstunden abspielte und die Witterung unbeständig gewesen ist, so dass sich dort niemand mehr zum Bäumeschneiden aufgehalten hat.''
Geologe Wallrauch sprach bei der gestrigen Analyse vor Ort von einem "in Baden-Württemberg bisher fast einmaligen Ereignis'': auf 300 Meter Breite setzte sich die Erde plötzlich abwärts in Bewegung - eine 15 Meter hohe Sandstein-Steilwand ist dafür das weithin sichtbare Zeichen. Die Ursache des Bergrutsches ist, so der Bürgermeister, eindeutig geologisch begründet: Schwere Erdmassen sind auf der durchnässten Gipskeuperschicht ins Rutschen geraten und haben sich von der Bergkante, einem zerklüfteten Sandsteingebirge, abgelöst.
Nachsetzungen und Veränderungen an der Oberfläche sind nicht ausgeschlossen - deshalb darf das Gelände nicht betreten werden.
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