Foto/Text: Mitteilungsblatt der Gemeinde Kaisersbach (Mai 2006)

Das "Gasthaus zum Rössle" ist in der Nacht zum 14. März 1956 gegen 23.30 Uhr fast vollständig abgebrannt. Bereits im Sommer 1956 hat der damalige Besitzer und Wirt, Eugen Lindauer, den Wiederaufbau beantragt.Im Jahre 1957 erfolgte dann der Neubau des "Rössle" in seiner heutigen Form.

Die ältesten Bauakten resultieren aus 1920. Die ältesten Gaststättenakten gehen bis ins Jahr 1899 zurück.Damals stellte Friedrich Lindauer (geb. 1848, verst. 1913) an die Königlich Württembergische Regierung einen Antrag, dem gnädigstet entsprochen worden ist. Später übernahm dann der im Jahre 1883 geborene Sohn Eugen Lindauer das "Rössle", der ja den schnellen Aufbau in die Wege leitete. Bereits ab 1958 gab es zwei Besitzerwechsel, bis dann 1959 Otto Rader das Anwesen erwarb (ab 1969 Walter Rader).

Der älteste uns bekannte "Rössleswirt" war Gottfried Lindauer, der 1824 in Strohhof geboren wurde und 1884 in Kaisersbach verstarb. Er heiratete 1849 Katherine geb. Heller. Die Wirtschaft bzw. das Anwesen war also sicher mehr als 150 Jahre im Besitze der Familie Lindauer.

Das alte und neue "Rössle" war seit seinem Bestehen nicht nur Wirtschaft und Metzgerei, sondern auch landwirtschaftlicher Betrieb. Erst mit der Übernahme der Familie Rader änderte sich dies. Das Anwesen wurde nur noch als Gaststätte und Metzgerei genutzt, wohl ab Anfang 1950.

Wann das Gasthaus "Rössle" überhaupt entstand, ist nicht mehr nachvollziebar. Vermutlich vor 1850. Auch der Bau des 1956 abgebrannten Gebäudes liegt im Dunkeln. Sicher ist aber, dass das Anwesen vor 1831 errichtet wurde. Denn auf der alten Flurkarte aus diesem Jahr, die sich im Rathaus befindet, ist es bereits aufgenommen.

[Ortschaften] [Flüsse und Seen] [Naturpark] [Geschichte] [Sport] [Verschiedenes] [Wald] [Gästebuch] [Impressum]
nach unten
nach oben