Römischer Wachtturm beim Kloster LorchDer Ort war bereits während der römischen Herrschaft von Bedeutung. Er bildete den Schnittpunkt von rätischem und obergermanischem Limes.

 1102 erfolgt durch Friedrich von Büren eine Schenkung des Benediktinerklosters an den Heiligen Stuhl.

Das Kloster war Grablege der Staufer: für den Stifter Friedrich I., seine Brüder Ludwig und Walther, die Mutter Friedrich Barbarossas, Judith von Bayern, die Frau des Barbarossa-Sohns König Philipp von Schwaben, die byzantinische Prinzessin Irene und deren Tochter Beatrix, sowie als letzter Stauferkönig Heinrich von Staufen (1137 - 1150).
 

Wirtschaftlicher und geistiger Verfall im 14. und 15. Jahrhundert durch die Verlagerung der staufischen Politik nach Süditalien.

KlosterkircheNeue Blüte im ausgehenden 15. Jahrhundert. Beitritt zur Melker Reform, betrieben durch Graf Eberhard von Württemberg (1462).

 Umbauten und Erweiterungen. Erbauung der Grab-Tumba, die nach Öffnung der Staufergräber im Jahr 1475 deren Gebeine aufnahm.

Ende der Blütezeit im Bauernkrieg. Einnahme und Inbrandsetzung des Klosters am 26.April 1525 durch den "Gaildorfer Haufen". Fast völlige Zerstörung der Bibliothek und Vertreibung der Mönche.

Wiederinstandsetzung des Klosters durch Abt Laurentius Autenrieth (1525 - 1549), ohne aber seine frühere Bedeutung wiederzuerlangen.

Reformation, gegen den Willen von Abt und Mönchen durch Herzog Ulrich von Württemberg (1535). Endgültige Reformation 1648 nach Abschluß des Westfälischen Friedens.

KirchenfensterEinführung eines Klosteramts mit einem herzoglichen Klosterverwalter. Die Äbte waren als Vertreter des Klosters Mitglieder im württembergischen Landtag und seit 1727 auch Kanzler der Universität Tübingen.

Säkularisation im Jahr 1806, Kloster wird bis 1820 Verwaltungssitz des neuen Oberamts bis zu dessen Umzug nach Welzheim.

Nutzung als Forstamt und Kameralamt.

Der Plan in den dreißiger-Jahren, eine nationale Staufergedenkstätte zu errichten, konnte wegen dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs nicht umgesetzt werden.

Seit 1947 Altersheim des Hilfswerks der evangelischen Kirche; 1952 Übernahme durch die evangelische Heimstiftung.

 

Nähere Informationen über Stadt und Kloster Lorch unter:

www.stadt-lorch.de bzw. www.kloster-lorch.ev-heimstiftung.de

[Ortschaften] [Flüsse und Seen] [Naturpark] [Geschichte] [Sport] [Verschiedenes] [Wald] [Gästebuch] [Impressum]
nach unten
nach oben